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Voranschlag 2027 mit IAFP 2028-2030 Bundesrat verabschiedet Botschaft zum Voranschlag 2027

Der Bundesrat hat die Botschaft zum Voranschlag 2027 mit integriertem Aufgaben- und Finanzplan (IAFP) 2028–2030 verabschiedet. Er budgetiert für 2027 ein Finanzierungsdefizit von 105 Millionen Franken. Die Ausgaben für Bildung und Forschung nehmen gegenüber dem Vorjahr um rund 80 Millionen Franken zu, was einer Steigerung von 0,9 Prozent entspricht. Insgesamt will der Bundesrat im Jahr 2027 9,08 Milliarden Franken in den Bereich Bildung und Forschung investieren.

Bundeshaushalt Erste Hochrechnung 2026 mit Finanzierungsüberschuss

Der Bund rechnet für das laufende Jahr mit einem Finanzierungsüberschuss von knapp 800 Millionen Franken. Dies gemäss der ersten Hochrechnung für den Bundeshaushalt 2026. Ursprünglich war ein Defizit von gut 700 Millionen Milliarden Franken budgetiert. Gemäss der Eidgenössischen Finanzverwaltung EFV erklärt sich die Verbesserung gegenüber dem Voranschlag 2026 insbesondere mit deutlich höheren Gewinnsteuereinnahmen.

Bilaterale Schweiz-EU WBK-S will Gleichbehandlung bei Studiengebühren ausweiten

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) hat ihre Vorberatung des Pakets Schweiz–EU («Bilaterale III») abgeschlossen. Sie nahm insbesondere eine Ergänzung bei den Bestimmungen zu den Studiengebühren vor. Bereits im Juni hatte die WBK-S das Verhandlungsergebnis mit der EU befürwortet, wonach Studierende aus EU-Staaten bei den Studiengebühren den Schweizer Studierenden gleichgestellt werden. Die Kommission möchte diese Gleichbehandlung auch auf Studierende aus EFTA-Staaten ausweiten. Mit 4 zu 2 Stimmen bei 6 Enthaltungen beschloss sie, das ETH-Gesetz entsprechend zu ergänzen. Der Ständerat wird sich in der Herbstsession 2026 mit den Bilateralen III befassen.

Standpunkt

Forschung und Innovation für mehr Sicherheit

Andrea Gmür-Schönenberger
Ständerätin, Vorstandsmitglied Politikteam FUTURE

Vor bald einem Jahr hiess der Bundesrat seine Rüstungspolitische Strategie gut, die einen Ausbau der Investitionen in sicherheitsrelevante Forschung und Innovation vorsieht. Bis 2030 soll das VBS den Anteil des Armee-Budgets für Forschung und Entwicklung auf 2% erhöhen. Um das in der Schweiz vorhandene technologische Potenzial für die Armee besser auszuschöpfen, ist die Zusammenarbeit mit den Schweizer Hochschulen, Startups und KMU zu verstärken. Ganz konkret soll das VBS bis Ende 2028 eine neue Kooperation mit dem ETH-Bereich entwickeln, um Synergien in der Forschung und Innovation im zivilen, militärischen und Dual-Use-Bereich besser zu nutzen.

Im März unterstützte der Ständerat eine Motion, die ein Programm zur Förderung der Innovation im Sicherheitsbereich fordert. Ab Mai starten neue gemeinsame Forschungsprojekte von VBS und ETH-Bereich. Im Juli lancieren Innosuisse und armasuisse eine Projektausschreibung zu Dual-Use-Technologien. Das beweist, dass die aktuelle geopolitische Lage kein langes Abwarten zulässt.
 
Der Bundesrat muss diese Entwicklung bei der Erarbeitung der BFI-Botschaft für die Jahre 2029-2032 berücksichtigen. Zum einen gilt es, den Bereich Sicherheit und Verteidigung in die inhaltlichen Ziele zu integrieren; zum anderen müssen die Hochschulen und Organisationen der Forschungs- und Innovationsförderung mit den notwendigen Finanzmittel alimentiert werden. Das ist eine Investition in die Sicherheit unseres Landes und stärkt zudem unsere technologische Eigenständigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.