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Ärztinnen- und Ärztemangel swissuniversities veröffentlicht Grundlagenbericht zum Medizinstudium

swissuniversities hat einen Grundlagenbericht zum Medizinstudium veröffentlicht. Die Universitätsleitungen empfehlen darin ein neues Sonderprogramm zur weiteren Erhöhung der Ausbildungskapazitäten. Zudem fordern sie eine Weiterentwicklung und Harmonisierung der Zulassungsverfahren. Verfasst wurde der Bericht im Rahmen der Umsetzung von parlamentarischen Vorstössen zur Sicherung der medizinischen Versorgung in der Schweiz. 

Bilaterale Schweiz-EU WBK-S befürwortet Gleichbehandlung von Studierenden aus EU-Staaten

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) hat sich im Rahmen der Beratung des Vertragspakets Schweiz-EU («Bilaterale III») mit dem Grundsatz der Gleichberechtigung für Studierende aus der EU an Schweizer Hochschulen befasst. Mit 9 zu 4 Stimmen will die WBK-S die Studiengebühren für Studierende aus Drittstaaten im ETH-Bereich auf mindestens das Dreifache der Gebühren für Schweizer Studierende sowie für Studierende aus der EU festlegen. Zudem empfiehlt die WBK-S mit 11 zu 1 Stimmen bei einer Enthaltung, im ETH-Gesetz die Zulassungsbeschränkungen für Studierende mit ausländischen Vorbildungen um Qualitäts- und Finanzierungsgründe zu erweitern. Im Weiteren befürwortet eine Mehrheit der WBK-S die vollständige Übernahme der Mindereinnahmen bei den kantonalen Hochschulen, die durch die Gleichbehandlung von Studierenden aus der EU entstehen. Eine Minderheit möchte auf die vom Bundesrat vorgesehenen Gesetzesänderungen verzichten. 

Zugang zu pädagogischen Hochschulen WBK-S beantragt Fristverlängerung für Standesinitiative des Kantons St. Gallen

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) beantragt ihrem Rat einstimmig eine Fristverlängerung für die Standesinitiative des Kantons St. Gallen «Mit der Berufsmatura prüfungsfrei an die pädagogischen Hochschulen. Eine Antwort auf den Lehrpersonenmangel». Die WBK-S möchte die Ergebnisse noch laufender Studien abwarten, bevor sie über die Standesinitiative entscheidet. Im Rahmen der Beratung hat die WBK-S Vertreterinnen und Vertreter der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) sowie der Kammer Pädagogische Hochschulen von swissuniversities angehört.  

Standpunkt

Forschung und Innovation für mehr Sicherheit

Andrea Gmür-Schönenberger
Ständerätin, Vorstandsmitglied Politikteam FUTURE

Vor bald einem Jahr hiess der Bundesrat seine Rüstungspolitische Strategie gut, die einen Ausbau der Investitionen in sicherheitsrelevante Forschung und Innovation vorsieht. Bis 2030 soll das VBS den Anteil des Armee-Budgets für Forschung und Entwicklung auf 2% erhöhen. Um das in der Schweiz vorhandene technologische Potenzial für die Armee besser auszuschöpfen, ist die Zusammenarbeit mit den Schweizer Hochschulen, Startups und KMU zu verstärken. Ganz konkret soll das VBS bis Ende 2028 eine neue Kooperation mit dem ETH-Bereich entwickeln, um Synergien in der Forschung und Innovation im zivilen, militärischen und Dual-Use-Bereich besser zu nutzen.

Im März unterstützte der Ständerat eine Motion, die ein Programm zur Förderung der Innovation im Sicherheitsbereich fordert. Ab Mai starten neue gemeinsame Forschungsprojekte von VBS und ETH-Bereich. Im Juli lancieren Innosuisse und armasuisse eine Projektausschreibung zu Dual-Use-Technologien. Das beweist, dass die aktuelle geopolitische Lage kein langes Abwarten zulässt.
 
Der Bundesrat muss diese Entwicklung bei der Erarbeitung der BFI-Botschaft für die Jahre 2029-2032 berücksichtigen. Zum einen gilt es, den Bereich Sicherheit und Verteidigung in die inhaltlichen Ziele zu integrieren; zum anderen müssen die Hochschulen und Organisationen der Forschungs- und Innovationsförderung mit den notwendigen Finanzmittel alimentiert werden. Das ist eine Investition in die Sicherheit unseres Landes und stärkt zudem unsere technologische Eigenständigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.