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Akademischer Nachwuchs Zahl der Doktorierenden steigt kontinuierlich an

Zwischen den Jahren 2010 und 2024 stieg die Zahl der Doktorierenden an den Schweizer Hochschulen um 29%. Laut einem Bericht des Schweizerischen Wissenschaftsrates (SWR) fand dieses Wachstum insbesondere in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und in der Medizin statt. Dieser Anstieg der Anzahl der Doktorierenden lasse sich teilweise durch das Wachstum der universitären Hochschulen und die gestiegenen Investitionen in Bildung, Forschung und Innovation (BFI) erklären.

Entflechtung 27 Kantone könnten ihre Hochschulen künftig selbst finanzieren

Der Bund und die Kantone haben im Rahmen des Projekts «Entflechtung 27» einen Zwischenbericht vorgelegt. Dieser zielt auf eine klarere Aufgabenteilung zwischen den verschiedenen Staatsebenen ab. Eine im Bericht vorgeschlagene Massnahmen sieht vor, dass die Kantone die Finanzierung der Universitäten und Fachhochschulen künftig vollständig übernehmen. Der Bund würde somit in Zukunft die im Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG) vorgesehenen Grundbeiträge an die Hochschulen nicht mehr leisten. Diese belaufen sich derzeit auf rund 1,5 Milliarden Franken pro Jahr. Der Zwischenbericht geht bis Anfang Juli 2026 bei Bund und Kantonen sowie beim Städte- und Gemeindeverband in Konsultation.

Bilaterale Schweiz-EU APK-S tritt auf Vertragspaket ein

Die Aussenpolitische Kommission des Ständerates (APK-S) hat die Vorberatung des Vertragspakets Schweiz-EU («Bilaterale III») aufgenommen und ist mit 9 zu 3 Stimmen auf den Stabilisierungsteil der Vorlage eingetreten. Dieser enthält unter anderem auch Bestimmungen zur Gleichbehandlung von Schweizer Studierenden und Studierenden aus den EU-Mitgliedstaaten. Darüber hinaus hat die APK-S einen Rückweisungsantrag an den Bundesrat mit 10 zu 2 Stimmen abgelehnt. Die Kommission wird die Detailberatung der Vorlage im Mai 2026 durchführen.

Standpunkt

Ja zum Entlastungspaket und zum stabilen BFI-Standort

Dominik Blunschy
Nationalrat, Mitglied Politikteam FUTURE

Das Entlastungspaket (EP27), das wir in der Märzsession verabschieden werden, ist angesichts des Drucks auf den Bundeshaushalt dringend notwendig. Alle Bereiche müssen einen Beitrag zur Stabilisierung leisten. Hingegen ist es wichtig, bei der Umsetzung der Sparmassnahmen Augenmass walten zu lassen und Bereiche, die für die Zukunft unseres Landes bedeutend sind, nicht überproportional abzustrafen.

In den Jahren 2012-2024 sind die Investitionen des Bundes in den Bereich der Bildung, Forschung und Innovation (BFI) im Durchschnitt um 1,9% pro Jahr gewachsen, während die Bundesausgaben jährlich um 2,6% anstiegen. Gleichzeitig haben unsere qualitativ hochstehenden Ausbildungsstätten sowie die Forschungs- und Innovationsakteure massgeblich zu unserem Wirtschaftswachstum beigetragen, das nun aufgrund internationaler Unsicherheiten ins Stocken gerät.

Vor diesem Hintergrund wäre es gerade jetzt verfehlt, den BFI-Bereich, der 9,4% des Bundeshaushalts ausmacht, mit einem Anteil am EP27 von mehr als 15% überproportional zu belasten. Der Ständerat hat dies erkannt und in der Wintersession im EP27 gezielte Korrekturen vorgenommen, damit die BFI-Akteure in der Schweiz weiterhin konkurrenzfähig bleiben und ihre Aufgaben zugunsten von Wirtschaft und Gesellschaft erfüllen können. Diese von der WBK-N und der FK-N ebenfalls empfohlenen Korrekturen sind nun auch im Nationalrat zu unterstützen. Damit sichern wir sowohl das Entlastungspaket als auch unseren BFI-Standort.