News

Bundeshaushalt Steigende Bundesaufwendungen für Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen des Bundes für Aktivitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung sind 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 644 Millionen Franken (+25%) gestiegen und umfassten insgesamt 3,2 Milliarden Franken. Dies geht aus der Auswertung von Administrativdaten des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Grund für den markanten Anstieg ist die Wiederassoziierung der Schweiz an das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation «Horizon Europe».  

Höhere Berufsbildung Änderung des Berufsbildungsgesetzes tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft

Der Bundesrat wird die Änderung des Berufsbildungsgesetzes (BBG) sowie die entsprechenden Anpassungen der Berufsbildungsverordnung (BBV) auf den 1. Oktober 2026 in Kraft setzen. Damit werden die neuen Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master» eingeführt, die Bezeichnung «Höhere Fachschule» geschützt, Englisch als zusätzliche Prüfungssprache ermöglicht und die Nachdiplomstudiengänge an höheren Fachschulen flexibilisiert. 

Voranschlag 2027 Bundesrat verzichtet auf zusätzliche Sparmassnahmen

Der Bundesrat hat die Eckwerte zum Voranschlag 2027 und zum Finanzplan 2028–2030 verabschiedet und verzichtet dabei auf zusätzliche Sparmassnahmen inn schwach gebundenen Ausgabenbereichen. Grund dafür ist eine verbesserte Finanzlage aufgrund höherer Einnahmenerwartungen und den Auswirkungen des im Frühling vom Parlament verabschiedeten Entlastungspakets für die Jahre 2027 bis 2029. Der Bundesrat sieht im kommenden Finanzjahr im Bereich Bildung und Forschung ein Ausgabenwachstum um rund 1 Prozent vor. Der Voranschlag 2027 erfüllt die Vorgaben der Schuldenbremse und weist einen strukturellen Überschuss von rund 180 Millionen Franken aus. Der Bundesrat wird die dazugehörige Botschaft zuhanden des Parlaments im August 2026 verabschieden. 

Standpunkt

Forschung und Innovation für mehr Sicherheit

Andrea Gmür-Schönenberger
Ständerätin, Vorstandsmitglied Politikteam FUTURE

Vor bald einem Jahr hiess der Bundesrat seine Rüstungspolitische Strategie gut, die einen Ausbau der Investitionen in sicherheitsrelevante Forschung und Innovation vorsieht. Bis 2030 soll das VBS den Anteil des Armee-Budgets für Forschung und Entwicklung auf 2% erhöhen. Um das in der Schweiz vorhandene technologische Potenzial für die Armee besser auszuschöpfen, ist die Zusammenarbeit mit den Schweizer Hochschulen, Startups und KMU zu verstärken. Ganz konkret soll das VBS bis Ende 2028 eine neue Kooperation mit dem ETH-Bereich entwickeln, um Synergien in der Forschung und Innovation im zivilen, militärischen und Dual-Use-Bereich besser zu nutzen.

Im März unterstützte der Ständerat eine Motion, die ein Programm zur Förderung der Innovation im Sicherheitsbereich fordert. Ab Mai starten neue gemeinsame Forschungsprojekte von VBS und ETH-Bereich. Im Juli lancieren Innosuisse und armasuisse eine Projektausschreibung zu Dual-Use-Technologien. Das beweist, dass die aktuelle geopolitische Lage kein langes Abwarten zulässt.
 
Der Bundesrat muss diese Entwicklung bei der Erarbeitung der BFI-Botschaft für die Jahre 2029-2032 berücksichtigen. Zum einen gilt es, den Bereich Sicherheit und Verteidigung in die inhaltlichen Ziele zu integrieren; zum anderen müssen die Hochschulen und Organisationen der Forschungs- und Innovationsförderung mit den notwendigen Finanzmittel alimentiert werden. Das ist eine Investition in die Sicherheit unseres Landes und stärkt zudem unsere technologische Eigenständigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.