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Coronavirus Einheitliche Lösungen für das Bildungssystem

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) hat gemeinsame Grundsätze und Massnahmen für das Bildungssystem im Umgang mit den Auswirkungen des Coronavirus verabschiedet. Das Schuljahr 2019/2020 soll in allen Kantonen als vollwertiges Schuljahr gelten. Im Rahmen der Lehrerinnen- und Lehrerbildung werden die von den pädagogischen Hochschulen und Universitäten erarbeiteten Kompensationslösungen für Praktika und andere Leistungsnachweise als gleichwertig anerkannt. 

Coronavirus Potenzial der Wissenschaft nutzen

Der Bund setzt eine «Swiss National COVID-19 Task Force» ein. Damit will er das Potenzial der Schweizer Wissenschaftsgemeinschaft zur Bewältigung der Pandemie nutzen. Die Aufgabe der Task Force ist es, Politik und Behörden zu beraten und in Entscheidungsfindungsprozessen zu unterstützen sowie Forschungsthemen und Spezialmassnahmen in der Innovationsförderung zu identifizieren. Das Beratungsgremium steht unter der Leitung von Matthias Egger, Präsident des Nationalen Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds (SNF), und stützt sich auf die Zusammenarbeit von ETH-Bereich, SNF, swissuniversities und den Akademien der Wissenschaften.

ERC Advanced Grants  16 EU-Förderungen für die Schweiz

Der Europäische Forschungsrat (ERC) verkündete die Empfänger der Advanced Grants. Mit diesem Instrument werden etablierte, in ihrem Feld führende Forschende gefördert. Die Fördergelder betragen bis zu 2,5 Millionen Euro pro Projekt. Von insgesamt 185 Advanced Grants gingen 16 an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Schweiz. Diese sind tätig an den Universitäten Genf (4), Zürich (3), Bern (2) und Basel (1), sowie an der ETH Zürich (2) und an der EPFL (1), dem Friedrich Miescher Institute (2) und dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (1). 

Standpunkt

Entscheidendes Jahr für Bildung und Forschung

Mathias Reynard
Nationalrat, Mitglied Politikerteam FUTURE

Der Bereich Bildung, Forschung und Innovation steht vor einem entscheidenden Politjahr. In der Woche vor der Frühjahrssession überwies der Bundesrat die Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2021-2024 (BFI-Botschaft) ans Parlament. In der zweiten Jahreshälfte folgen Verhandlungen über die Schweizer Beteiligung am 9. EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe und die Frage einer Teilnahme am Bildungsprogramm Erasmus.

Der Bundesrat plant langfristig. Er berücksichtigt in der BFI-Botschaft die Unsicherheit bezüglich der derzeit unbekannten Kosten für die Beteiligung an den EU-Forschungsprogrammen ab 2021. Damit verdeutlicht er seine volle Unterstützung für die Schweizer Wissenschaftsgemeinde, die nachdrücklich darauf hinweist, dass diese Beteiligung eine zentrale Voraussetzung ist für den Erfolg in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren. Auch bezüglich Erasmus traf der Bundesrat Vorkehrungen für eine Beteiligung oder die Fortsetzung einer Schweizer Lösung.
 
Das Parlament spielt eine entscheidende Rolle. Seine Aufgabe ist es, den Ansatz des Bundesrates zu unterstützen und diesem gleichzeitig eine eigene Note zu verleihen. Als Lehrer bin ich der Ansicht, dass die Förderung der Weiterbildung und der Grundkompetenzen sowie die Ausbildungsbeiträge in den letzten Perioden zu kurz kamen und mehr Unterstützung verdienen.