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Berufsmaturität Schweiz ratifiziert Abkommen mit Liechtenstein

Der Bundesrat hat ein Abkommen mit Liechtenstein ratifiziert, das die gegenseitige Anerkennung von Berufsmaturitätszeugnissen ermöglicht. In Liechtenstein gibt es seit mehreren Jahren eine eigene Berufsmaturität in verschiedenen Fachrichtungen, die sich weitgehend an den Schweizer Rahmenlehrplänen orientiert. Da für ein eidgenössisches Berufsmaturitätszeugnis Kenntnisse in zwei Landessprachen erforderlich sind, erfolgt die Anerkennung liechtensteinischer Zeugnisse in der Schweiz nur bei Vorlage eines zusätzlichen Nachweises über Kenntnisse in einer zweiten Landessprache.

Geneva AI Summit 2027 Bundesrat legt strategische Ausrichtung fest

Der Geneva AI Summit 2027 wird am 21. und 22. Juni 2027 in Genf unter dem Leitmotiv «Bridging Innovation and Trust» stattfinden. Im Zentrum stehen zwei strategische Stossrichtungen: die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) als Treiber für Innovation, Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt sowie die Voraussetzungen für eine vertrauenswürdige und verantwortungsvolle Entwicklung und Anwendung von KI. Der Gipfel bietet dem Wissens- und Innovationsstandort Schweiz insbesondere die Möglichkeit, die internationale Debatte über künstliche Intelligenz aktiv mitzugestalten.

Bilaterale Schweiz-EU Bundesrat empfiehlt «Kompass-Initiative» zur Ablehnung

Der Bundesrat empfiehlt dem Parlament, die Volksinitiative «Für eine direktdemokratische und wettbewerbsfähige Schweiz – keine EU-Passivmitgliedschaft (Kompass-Initiative)» ohne direkten Gegenentwurf und ohne indirekten Gegenvorschlag abzulehnen. Er hat die entsprechende Botschaft an das Parlament verabschiedet. Die «Kompass-Initiative» sieht vor, dass Staatsverträge, welche die Übernahme von wichtigen rechtsetzenden Bestimmungen vorsehen, von Volk und Ständen gutgeheissen werden müssen.

Standpunkt

Forschung und Innovation für mehr Sicherheit

Andrea Gmür-Schönenberger
Ständerätin, Vorstandsmitglied Politikteam FUTURE

Vor bald einem Jahr hiess der Bundesrat seine Rüstungspolitische Strategie gut, die einen Ausbau der Investitionen in sicherheitsrelevante Forschung und Innovation vorsieht. Bis 2030 soll das VBS den Anteil des Armee-Budgets für Forschung und Entwicklung auf 2% erhöhen. Um das in der Schweiz vorhandene technologische Potenzial für die Armee besser auszuschöpfen, ist die Zusammenarbeit mit den Schweizer Hochschulen, Startups und KMU zu verstärken. Ganz konkret soll das VBS bis Ende 2028 eine neue Kooperation mit dem ETH-Bereich entwickeln, um Synergien in der Forschung und Innovation im zivilen, militärischen und Dual-Use-Bereich besser zu nutzen.

Im März unterstützte der Ständerat eine Motion, die ein Programm zur Förderung der Innovation im Sicherheitsbereich fordert. Ab Mai starten neue gemeinsame Forschungsprojekte von VBS und ETH-Bereich. Im Juli lancieren Innosuisse und armasuisse eine Projektausschreibung zu Dual-Use-Technologien. Das beweist, dass die aktuelle geopolitische Lage kein langes Abwarten zulässt.
 
Der Bundesrat muss diese Entwicklung bei der Erarbeitung der BFI-Botschaft für die Jahre 2029-2032 berücksichtigen. Zum einen gilt es, den Bereich Sicherheit und Verteidigung in die inhaltlichen Ziele zu integrieren; zum anderen müssen die Hochschulen und Organisationen der Forschungs- und Innovationsförderung mit den notwendigen Finanzmittel alimentiert werden. Das ist eine Investition in die Sicherheit unseres Landes und stärkt zudem unsere technologische Eigenständigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.