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Bilaterale Schweiz-EU Parlament lehnt Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» ab

Nach dem Nationalrat empfiehlt auch der Ständerat mit 29 zu 9 Stimmen bei 6 Enthaltungen dem Stimmvolk die Ablehnung der Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!». Ein Ja zur Initiative würde gemäss der Mehrheit der kleinen Kammer den Wohlstand und die völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz ernsthaft gefährden. Der Ständerat hat auch alle Vorschläge für Gegenentwürfe zu dieser Volksinitiative abgelehnt.

Ressortforschung Bundesrat will rechtliche Grundlage für bessere Koordination schaffen

Der Bundesrat will die Koordination der Ressortforschung verbessern. Um die rechtliche Grundlage dafür zu schaffen, leitet er die Revision der Verordnung zum Bundesgesetz über die Förderung der Forschung und der Innovation (V-FIFG) ein. Insbesondere soll die Gouvernanz des Koordinationsausschusses gestärkt werden.

Höhere Berufsbildung Neue Titelzusätze unter Dach und Fach

Mit 168 zu 24 Stimmen bei zwei Enthaltungen hat der Nationalrat eine Änderung des Berufsbildungsgesetzes (BBG) angenommen, welche für Abschlüsse der höheren Berufsbildung die Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master» einführt. Zuvor hatte der Ständerat die Gesetzesrevision bereits angenommen. Ein Minderheitsantrag, der eine weitere Differenzierung beim Titelzusatz «Professional Bachelor» mit Erwähnung der Fachrichtung forderte, hat die grosse Kammer mit 105 zu 85 Stimmen und vier Enthaltungen abgelehnt. Das Geschäft geht in die Schlussabstimmung. 

Standpunkt

Planungssicherheit für unsere wirtschaftliche Stärke

Matthias Michel
Ständerat, Präsident Politikteam FUTURE

Vor einem Jahr hat das Parlament mit der BFI-Botschaft den Finanzierungsrahmen für die Schweizer Hochschulen und Organisationen der Forschungs- und Innovationsförderung bis Ende 2028 festgelegt. Dabei standen die Planungssicherheit und die Vermeidung eines «Stop-and-Go» im Zentrum, damit der BFI-Bereich weiterhin als zuverlässiger Pfeiler der Schweizer Wirtschaft fungieren kann.

Alle Bereiche sollen ihren Beitrag zu einem ausgeglichenen Bundeshaushalt leisten. Das Entlastungspaket 27 belastet den BFI-Bereich jedoch überproportional – dies zu einem Zeitpunkt, wo Investitionen dringend wären, um die Wirtschaft zu stärken. Die WBK-S fordert daher gezielte Korrekturen im Finanzplan 27-29, um den Sparbeitrag der BFI-Akteure so zu senken, dass sie ihre Aufgaben erfüllen können und im  internationalen Wettbewerb nicht abgehängt werden. Sie plädiert auch dafür, auf die geplanten Gesetzesänderungen im HFKG und im FIFG zu verzichten.
 
Die Mehrheit der FK-S unterstützt viele dieser Forderungen und ist somit auf dem richtigen Weg. Ergänzend sollen im Hochschulbereich die Spielregeln zwischen Bund und Kantonen jedoch nicht im Laufe der Periode einseitig gekündigt werden. Bei der Forschungsförderung gilt es sodann, die Minderheit I zu unterstützen, um die drastische Kürzung beim Schweizerischen Nationalfonds ebenfalls zu reduzieren. Grundlagenforschung legt heute das Fundament für die Innovation und unseren Wohlstand von morgen. Der von der FK-S eingespurte Weg kann so konsequent zu Ende gegangen werden.