Neueste News

Horizon Europe 2021–2024 Nicht-Assoziierung wird als Nachteil empfunden

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) hat den Kurzbericht «Die Nicht-Assoziierung der Schweiz an Horizon Europe 2021–2024: Erste Einschätzungen von Forschenden und Unternehmen» publiziert. Dieser zeigt: Sowohl Forschende als auch Unternehmen nahmen die Nicht-Assoziierung als Beeinträchtigung der Schweizer F&I-Gemeinschaft wahr. Sie bedauerten den Ausschluss aus der Einzelförderung und aus den strategisch relevanten Bereichen sowie den Wegfall von Koordinationsmöglichkeiten. Laut den Befragten konnten die nationalen Übergangsmassnahmen die mit einer Assoziierung verbundenen internationalen Beteiligungs- und Vernetzungsmöglichkeiten nicht gleichwertig ersetzen. 

Bilaterale Schweiz-EU FK-N unterstützt Verpflichtungskredit für Erasmus+

Die Finanzkommission des Nationalrats (FK-N) empfiehlt mit 18 zu 7 Stimmen, den Bundesbeschluss Nr. 9 über den Verpflichtungskredit für die Assoziierung der Schweiz am EU-Bildungsprogramm Erasmus+ im Jahr 2027 anzunehmen. Nach Ansicht der Mehrheit der Kommission soll die Schweiz an Erasmus+ teilnehmen können und in den Bereichen Bildung und Forschung nicht isoliert werden. Die Kommissionsminderheit sieht im Vergleich zur aktuellen Schweizer Lösung keinen Vorteil in einer Teilnahme an Erasmus+. Der Nationalrat wird das Vertragspakets Schweiz-EU (Bilaterale III) in der Wintersession 2026 behandeln. 

GESDA-Gipfel Wissenschaft und Diplomatie haben sich in Genf getroffen

 Am 14. und 15. Oktober 2026 hat in Genf der sechste Gipfel der Stiftung Geneva Science and Diplomacy Anticipator (GESDA) stattgefunden. Den GESDA-Gipfel haben der Bund, der Kanton Genf und die Stadt Genf gemeinsam ins Leben gerufen. Ziel des Treffens ist es, wissenschaftliche und technologische Durchbrüche in den Bereichen Mensch, Maschine, Leben, Planet und Gesellschaft frühzeitig zu erkennen. Auch soll der internationale Dialog über ihre gesellschaftlichen Auswirkungen gefördert werden.

Bildungssystem Gegensätzliche Entwicklungen bei Lernenden- und Studierendenzahlen

Das Bundesamt für Statistik (BFS) rechnet gemäss seinem Referenzszenario für das Bildungssystem zwischen 2026 und 2035 mit einem Anstieg der Studierendenzahlen an Schweizer Hochschulen um 21 Prozent. Diese Zunahme ist insbesondere auf das Bevölkerungswachstum sowie auf eine steigende Zahl von Studienanfängerinnen und -anfängern aus dem Ausland zurückzuführen. Gleichzeitig dürfte die Zahl der Lernenden auf Primarstufe ab 2029 zurückgehen (-8% zwischen 2026 und 2035). Dies ist vor allem in einem deutlichen Rückgang der Geburtenzahlen seit 2022 begründet. Die Zahl der Lernenden auf der Sekundarstufe I wird voraussichtlich ab 2034 sinken, jene auf Sekundarstufe II dürfte noch bis mindestens 2035 zunehmen.

Life Sciences Westschweiz hält 36% aller Schweizer Patente im Life-Sciences-Bereich

Auf die Westschweiz entfallen 51 Prozent aller Schweizer Weltklasse-Medizintechnik-Patente und 36 Prozent aller Life-Sciences-Patente. Dies geht aus einer Studie des Schweizer Wirtschaftsforschungsinstituts BAK Economics hervor. Danach erwirtschaftet der Life-Sciences-Sektor in der Westschweiz eine direkte Wertschöpfung von 20,6 Milliarden Franken. Ausserdem wurden in der Region zwischen 2020 und 2024 36 Prozent aller Schweizer Life-Sciences-Start-ups gegründet. 

Internationale Zusammenarbeit Vertiefte Zusammenarbeit mit Indien

Im Rahmen eines Staatsbesuchs in Neu-Delhi haben Bundespräsident Guy Parmelin und Premierminister Narendra Modi über den wirtschaftlichen Austausch und die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und Forschung gesprochen.  Dabei wurde auch der Abschluss neuer Abkommen zur Migration und in Bezug auf den Austausch junger Fachkräfte gewürdigt. Letzteres ermöglicht jungen Staatsangehörigen beider Länder einen Ausbildungs- oder Weiterbildungsaufenthalt im jeweils anderen Staat und fördert ihre beruflichen sowie sprachlichen Kompetenzen.

Bilaterale Schweiz-EU Ständerat genehmigt Verpflichtungskredit zur Teilnahme an Erasmus+

Der Ständerat hat mit 23 zu 19 Stimmen bei zwei Enthaltungen den Verpflichtungskredit in der Höhe von 192,6 Millionen Franken für die Teilnahme der Schweiz am EU-Bildungsprogramm Erasmus+ im Jahr 2027 angenommen. Der Entscheid fiel im Rahmen der Behandlung des Vertragspakets Schweiz-EU («Bilaterale III»). Dieses enthält auch das bereits zuvor vom Ständerat angenommene EU-Programmabkommen (EUPA), an welchem die Teilnahme an Erasmus+ angebunden ist. Das Geschäft geht nun an den Nationalrat.

THE-Ranking 2027 Asiatische Hochschule dringt in Spitzenplätze vor

Zehn Schweizer Hochschulen schaffen es in das Times Higher Education (THE) Ranking für das Jahr 2027 (total 2297 Universitäten). In den Top 100 liegen die ETH Zürich, die mit Rang 12 (bisher 11) ihre Position als beste Hochschule Kontinentaleuropas verteidigt, und die ETH Lausanne auf Platz 36 (bisher 35). Mit der chinesischen Tsinghua University (Platz 11) liegt erstmals eine asiatische Universität vor der besten Hochschule Kontinentaleuropas. In den Top 200 klassierten sich die Universitäten Basel auf Platz 111 (bisher 120), Bern auf Platz 121 (bisher 108), Lausanne auf Platz 129 (bisher 125) und Genf auf Platz 163 (bisher 166). Es folgen die Universität der italienischen Schweiz (USI) im Bereich der Plätze 301-325 (bisher 251-300) sowie die Universitäten Freiburg (401-450, bisher 401-500) und Neuenburg (601-650, bisher 601-800) und die ZHAW (801-1000, bisher 1001-1200).

Bilaterale Schweiz-EU Ständerat genehmigt Gleichbehandlung bei Studiengebühren

Im Rahmen der Debatte zum Vertragspaket Schweiz-EU («Bilaterale III») beschäftigte sich der Ständerat mit der Gleichbehandlung von Schweizer Studierenden und Studierenden aus den EU-Staaten bei den Studiengebühren. Der Ständerat hat diesen Grundsatz als Teil des Verhandlungsergebnisses gutgeheissen. Die kleine Kammer entschied mit 26 zu 16 Stimmen, dass der Bund die entstehenden Mindereinnahmen der betroffenen Kantone und ihrer Hochschulen während vier Jahren vollumfänglich übernimmt. Die Studiengebühren für Studierende aus Drittstaaten sollen weiterhin mindestens das Dreifache von denjenigen für Schweizer Studierende betragen.

Internationale Zusammenarbeit Vertiefung der Zusammenarbeit mit Deutschland

Martina Hirayama, Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, und Marcus Pleyer, Staatssekretär im deutschen Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, unterzeichneten eine Absichtserklärung für eine verstärkte Zusammenarbeit in Forschung und Innovation. Damit sollen der Austausch zwischen Forschenden und Institutionen gestärkt, sowie gemeinsame Aktivitäten entwickelt und umgesetzt werden. Themen wie die Digitalisierung, die Künstliche Intelligenz, die Nachhaltigkeit und die Robotik stehen dabei besonders im Fokus.

Hochschulbereich Differenzierte Bundesfinanzierung ist angemessen

Der Bundesrat hat den Bericht «Faire und wettbewerbsorientierte Finanzierung im Hochschulbereich» genehmigt. Ziel des Berichts war die Untersuchung der Entwicklung der differenzierten Bundesfinanzierung zwischen den universitären Hochschulen (UH) und den Fachhochschulen (FH), insbesondere im Hinblick auf den Zugang zu kompetitiven Fördermitteln. Zudem wurden mögliche Ungleichbehandlungen bei der Verteilung der direkten und indirekten Finanzierung durch den Bund geprüft. Laut dem Bericht werden die unterschiedlichen Profile von UH und FH im aktuellen System der Bundesfinanzierung gemäss Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG) angemessen berücksichtigt.

ETH-Bereich Variantenentscheid im Projekt «FIT for the Future» gefallen

Im Rahmen des Organisationsentwicklungsprojekts «FIT for the Future» hat sich der ETH-Rat für die Projektvariante mit dem Arbeitstitel «Swiss National Labs» entschieden. Damit werden die vier Forschungsanstalten des ETH-Bereichs ihre Rechtspersönlichkeiten behalten. In einer bereichsinternen Konsultation hatte sich die überwiegende Mehrheit der Institutionen für diese Variante ausgesprochen. Das Projekt soll eine engere Zusammenarbeit und eine verstärkte Koordination im ETH-Bereich ermöglichen. Dieser soll künftig von drei strategischen Pfeilern getragen werden: der ETH Zürich, der ETH Lausanne und den Forschungsanstalten.

Raumfahrt Nationalrat stimmt Raumfahrtgesetz zu

Der Nationalrat hat dem Raumfahrtgesetz inklusive Ergänzungen der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) mit 191 zu 0 Stimmen bei zwei Enthaltungen zugestimmt. So soll das Gesetz nicht nur für private Unternehmen der Raumfahrt Rahmenbedingen schaffen, sondern auch für Forschungsorgane und weitere Akteure der Raumfahrt. Das Geschäft geht nun an die zuständige Kommission des Ständerates.

Wissenschaftspreis Latsis Mathematikerin Susanna Zimmermann ausgezeichnet

Der Schweizer Wissenschaftspreis «Latsis» geht an die Mathematikerin Susanna Zimmermann für ihre Forschungsarbeiten über die Symmetrien geometrischer Räume. Susanna Zimmermann ist Professorin an der Universität Basel. Der Wissenschaftlerin ist es gelungen, eine seit dem 19. Jahrhundert offene Frage der algebraischen Geometrie zu lösen. Der Wissenschaftspreis «Latsis» geht an Nachwuchsforschende und ist mit CHF 100'000 dotiert.

Wissenschaftspreis Marcel Benoist Biochemiker Martin Jinek erhält den Preis Marcel Benoist

Biochemiker Martin Jinek erhält für seine Erkenntnisse zu zellulären Prozessen den Schweizer Wissenschaftspreis «Marcel Benoist». Martin Jinek ist Professor für Biochemie an der Universität Zürich. Die Auszeichnung erfolgt aufgrund seiner Forschungsarbeiten zu RNA-gesteuerten molekularen Systemen, die gezielt auf das Erbgut von Zellen zugreifen können und der Genom-Editierung zum Durchbruch verhalfen. Der Wissenschaftspreis Marcel Benoist ist mit CHF 250'000 dotiert.

MINT Änderungen des HFKG zu PiBS treten per 1. Januar 2027 in Kraft

Der Bundesrat hat das Inkrafttreten von Anpassungen im Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG) auf den 1. Januar 2027 festgelegt. Eine bedeutende Änderung betrifft die Schaffung einer verstetigten Rechtsgrundlage für praxisintegrierte Bachelorstudiengänge (PiBS). Letztere können Fachhochschulen künftig im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) anbieten. Die rechtliche Verstetigung von PiBS hatten die eidgenössischen Räte im Dezember 2025 auf der Grundlage positiver Erfahrungen mit einem entsprechenden Pilotprojekt beschlossen.

PSI Internationale Forschungskooperation für Spintronik nimmt Arbeit auf

Fünf renommierte Forschungsinstitutionen aus Deutschland, der Schweiz und Südkorea, darunter das Paul-Scherrer-Institut (PSI), haben im Bereich der Quanten-Spintronik eine internationale Forschungskooperation gegründet. Das neue Max Planck-Korea-PSI Center for Quantum Emergent Spintronics (KOMQUEST) wird an der Seoul National University angesiedelt. Die Wissenschaft von der Nutzung des intrinsischen Spins von Elektronen (Spintronik) bildet die Grundlage moderner Informationsspeicherung und Sensorik.

Tierversuche Anzahl Tierversuche erreicht historischen Tiefstand

Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz 507’863 Tiere in Tierversuchen eingesetzt (-3% gegenüber dem Vorjahr). Es ist der tiefste Stand seit dem Beginn der Erhebung im Jahr 1983. Die Zahl der Tiere, die in stark belastenden Versuchen eingesetzt wurden (Schweregrad 3), ist indes auf 29'430 gestiegen (+7,4% gegenüber dem Vorjahr). Es ist der höchste Stand seit 26 Jahren. Grund für den Anstieg sind insbesondere zusätzliche Tiereinsätze in der Krebsforschung.

Rüstungspolitik Nationalrat für Innovationsprogramm im Bereich Verteidigung

Der Nationalrat hat die Motion «Förderung der Innovation im Bereich Sicherheit und Verteidigung durch Armasuisse» mit 133 zu 63 Stimmen angenommen.  Damit wird der Bundesrat beauftragt, ein Bundesprogramm zur Förderung der Innovation im Sicherheits- und Verteidigungsbereich unter der Federführung des Bundesamtes für Rüstung armasuisse zu errichten. Der Ständerat hatte diese Motion bereits in der Frühlingssession gutgeheissen. Das Geschäft geht an den Bundesrat.

Raumfahrt Staatssekretärin Hirayama am Internationalen Weltraumgipfel

Martina Hirayama, Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, hat am Internationalen Weltraumgipfel teilgenommen. Dieser wurde auf Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron organisiert und fand am 9. und 10. September 2026 in Paris statt. Im Rahmen des Gipfels tauschten sich hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Militär und Zivilgesellschaft über gemeinsame Visionen und Handlungsansätze im Zusammenhang mit der zunehmenden Nutzung des Weltraums aus.

Bundesverwaltung Botschaft zur Neuordnung der ausserparlamentarischen Kommissionen verabschiedet

Der Bundesrat hat die Botschaft zur Neuordnung der ausserparlamentarischen Kommissionen im Rahmen der Überprüfung 2025 verabschiedet. Die Vorlage sieht unter anderem die Auflösung von drei ausserparlamentarischen Kommissionen, eine Reduzierung der Mitgliederzahl der Medizinalberufekommission und die Fusion von sieben Kommissionen zu zwei vor. Ausserdem verzichtet der Bundesrat auf die in der Vernehmlassungsvorlage enthaltene Auflösung des Schweizerischen Wissenschaftsrates. Allerdings prüft er die Möglichkeit einer Neuordnung des Gremiums bis Ende 2027.

Bilaterale Schweiz-EU APK-S stimmt dem Stabilisierungsteil der Bilateralen III zu

Die Aussenpolitische Kommission des Ständerates (APK-S) hat die Beratung des Vertragspakets Schweiz-EU («Bilaterale III») abgeschlossen. In der Gesamtabstimmung hat sie den Bundesbeschluss über die Genehmigung und die Umsetzung der Abkommen über die Stabilisierung der Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU mit 9 zu 3 Stimmen bei einer Enthaltung angenommen. Somit kann der Ständerat den Stabilisierungsteil des Pakets in der Herbstsession beraten. Dies betrifft auch die neuen Abkommen zur Weiterentwicklung der Beziehungen in den Bereichen Lebensmittelsicherheit und Gesundheit. Das Stromabkommen wird voraussichtlich in der Wintersession in der kleinen Kammer beraten.

Standortpolitik WBK-N will Rahmenbedingungen für klinische Forschung verbessern

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) hat drei Motionen ihrer ständerätlichen Schwesterkommission (WBK-S) zu den Rahmenbedingungen für die klinische Forschung in der Schweiz beraten. Die Mehrheit der WBK-N empfiehlt, eine Motion zur Schaffung von Anreizen für die Durchführung von klinischen Studien sowie einen Gebührenerlass für nicht kommerzielle klinische Studien gemäss Änderungsantrag zum Unterlagenschutz anzunehmen. Ausserdem hat die WBK-N eine Motion zur Verbesserung der Rekrutierung von Patientinnen und Patienten für klinische Studien einstimmig unterstützt. Eine dritte Motion für ein einheitliches Einreicheportal für Humanforschungsprojekte lehnte die Mehrheit der Kommission ab, da ein solches aus ihrer Sicht Mehrkosten verursachen könnte.

Tierversuche WBK-N verabschiedet Gesetzesentwurf zur Förderung der 3R-Forschung

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) hat ihren Gesetzesentwurf zur Förderung von Alternativen zu Tierversuchen (die sogenannte 3R-Forschung: «Replace, Reduce, Refine») mit 17 zu 7 Stimmen angenommen. Gegenüber dem Vernehmlassungsentwurf hat die WBK-N Änderungen betreffend die Definition der 3R, die Entscheiddauer bei Gesuchen zur Durchführung von Tierversuchen, den Zeitpunkt der Veröffentlichung der nichttechnischen Projektzusammenfassungen und den Verzicht auf Fachsekretariate vorgenommen. Der Nationalrat wird den Gesetzesentwurf voraussichtlich in der Wintersession 2026 beraten.

Tierversuche WBK-N lehnt Initiative zum Verbot von Tierversuchen ab

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) empfiehlt die Volksinitiative «Ja zur tierversuchsfreien Zukunft» mit 21 zu 3 Stimmen zur Ablehnung. Diese fordert ein umfassendes Verbot von Tierversuchen in der Schweiz sowie ein Verbot von Zucht, Haltung und Handel mit Tieren zu diesem Zweck. Laut der Kommission gehe ein solches Verbot zu weit und würde die Schweiz in der Forschung isolieren.

Erasmus+ Breiter Schulterschluss für eine Teilnahme im Jahr 2027

23 Organisationen des Hochschulbereichs, der Berufsbildung, der Weiterbildung und Schulbildung sowie der Bereiche Jugend und Sport haben sich in einem gemeinsamen Brief für eine Assoziierung der Schweiz an das EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport «Erasmus+» eingesetzt. Die Assoziierung ist als Teil des Vertragspakets Schweiz-EU («Bilaterale III») für das Jahr 2027 vorgesehen. Der Ständerat wird das Geschäft in der Herbstsession beraten.

Fachkräftemangel Bericht zu den Ursachen des Lehrpersonenmangels vorgelegt

Der Bundesrat hat den Bericht «Datenerhebung und Evaluationen im Kontext des Lehrpersonenmangels» gutgeheissen. Damit erfüllt er zwei Postulate der Kommission für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Nationalrates (WBK-N). Mit den beiden Vorstössen wurde der Bundesrat beauftragt, die Ursachen des Lehrpersonenmangels sowie die Gründe für den Berufsverbleib beziehungsweise den Berufsausstieg von Lehrpersonen zu analysieren.

Pflegepersonal SGK-S tritt auf Gesetzesentwürfe zur weiteren Umsetzung der Pflegeinitiative ein

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S) ist einstimmig auf zwei Gesetzesentwürfe des Bundesrates eingetreten, mit denen die zweite Etappe der Pflegeinitiative umgesetzt werden soll. Der erste Entwurf betrifft das neue Bundesgesetz über die Arbeitsbedingungen in der Pflege (BGAP) und der zweite Entwurf eine Änderung des Gesundheitsberufegesetzes (GesBG). Mit den beiden Vorlagen will der Bundesrat die Attraktivität der Pflegeberufe steigern, die Berufsausstiege reduzieren und somit dem Fachkräftemangel im Pflegebereich entgegenwirken. Die SGK-S wird die Detailberatung im nächsten Quartal aufnehmen.

Akademischer Nachwuchs Steigende Erwerbslosigkeit bei Hochschulabsolventen

Zwischen 2023 und 2025 nahm die Erwerbslosenquote der Absolventinnen und Absolventen universitärer Hochschulen (UH) und Fachhochschulen (FH) ein Jahr nach ihrem Abschluss zu. Dies folgt aus der Hochschulabsolventenbefragung des Bundesamtes für Statistik (BFS). Bei den Personen mit einem UH-Master erhöhte sie sich von 3,9% auf 6,4%, bei jenen mit einem FH-Bachelor von 3,4% auf 4,9%. Bei den Absolventinnen und Absolventen der pädagogischen Hochschulen (PH) blieb die Erwerbslosenquote mit 0,7% auf tiefem Niveau.

Voranschlag 2027 mit IAFP 2028-2030 Bundesrat verabschiedet Botschaft zum Voranschlag 2027

Der Bundesrat hat die Botschaft zum Voranschlag 2027 mit integriertem Aufgaben- und Finanzplan (IAFP) 2028–2030 verabschiedet. Er budgetiert für 2027 ein Finanzierungsdefizit von 105 Millionen Franken. Die Ausgaben für Bildung und Forschung nehmen gegenüber dem Vorjahr um rund 80 Millionen Franken zu, was einer Steigerung von 0,9 Prozent entspricht. Insgesamt will der Bundesrat im Jahr 2027 9,08 Milliarden Franken in den Bereich Bildung und Forschung investieren.

Bundeshaushalt Erste Hochrechnung 2026 mit Finanzierungsüberschuss

Der Bund rechnet für das laufende Jahr mit einem Finanzierungsüberschuss von knapp 800 Millionen Franken. Dies gemäss der ersten Hochrechnung für den Bundeshaushalt 2026. Ursprünglich war ein Defizit von gut 700 Millionen Franken budgetiert. Gemäss der Eidgenössischen Finanzverwaltung EFV erklärt sich die Verbesserung gegenüber dem Voranschlag 2026 insbesondere mit deutlich höheren Gewinnsteuereinnahmen.

Bilaterale Schweiz-EU WBK-S will Gleichbehandlung bei Studiengebühren ausweiten

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) hat ihre Vorberatung des Pakets Schweiz–EU («Bilaterale III») abgeschlossen. Sie nahm insbesondere eine Ergänzung bei den Bestimmungen zu den Studiengebühren vor. Bereits im Juni hatte die WBK-S das Verhandlungsergebnis mit der EU befürwortet, wonach Studierende aus EU-Staaten bei den Studiengebühren den Schweizer Studierenden gleichgestellt werden. Die Kommission möchte diese Gleichbehandlung auch auf Studierende aus EFTA-Staaten ausweiten. Mit 4 zu 2 Stimmen bei 6 Enthaltungen beschloss sie, das ETH-Gesetz entsprechend zu ergänzen. Der Ständerat wird sich in der Herbstsession 2026 mit den Bilateralen III befassen.

Shanghai-Ranking 2026 Erneut fünf Schweizer Universitäten in den Top 100

Im diesjährigen Shanghai-Ranking klassieren sich acht Schweizer Universitäten in den Top 700. Die bestrangierte Schweizer Hochschule bleibt die ETH Zürich auf Platz 19 (bisher 22). In den Top 100 folgen die ETH Lausanne (43, bisher 44) sowie die Universitäten Genf (55, bisher 58), Zürich (65, bisher 64) und Basel (91, bisher 94). Die Universität Lausanne fällt von den Top 101-150 in die Top 151-200 zurück und ist damit gleich klassiert wie die Universität Bern, die ihren Rang verteidigt. Die Universität der italienischen Schweiz liegt auch in diesem Jahr in den Top 601-700 und die Universität Freiburg fällt in die Top 901-1000 zurück.

Raumfahrt WBK-N empfiehlt Raumfahrtgesetz mit Änderungen zur Annahme

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) hat das Bundesgesetz über die Raumfahrt beraten und beantragt ihrem Rat einstimmig die Annahme des Gesetzesentwurfs mit verschiedenen Anpassungen. So soll der Zweck des Gesetzes auch für Forschungsorgane gelten und Massnahmen zur Cybersicherheit und Resilienz sollen als bundesrätliche Kompetenz erwähnt werden. Der Nationalrat wird sich in der Herbstsession 2026 mit der Vorlage befassen.

Berufsmaturität Schweiz ratifiziert Abkommen mit Liechtenstein

Der Bundesrat hat ein Abkommen mit Liechtenstein ratifiziert, das die gegenseitige Anerkennung von Berufsmaturitätszeugnissen ermöglicht. In Liechtenstein gibt es seit mehreren Jahren eine eigene Berufsmaturität in verschiedenen Fachrichtungen, die sich weitgehend an den Schweizer Rahmenlehrplänen orientiert. Da für ein eidgenössisches Berufsmaturitätszeugnis Kenntnisse in zwei Landessprachen erforderlich sind, erfolgt die Anerkennung liechtensteinischer Zeugnisse in der Schweiz nur bei Vorlage eines zusätzlichen Nachweises über Kenntnisse in einer zweiten Landessprache.

Geneva AI Summit 2027 Bundesrat legt strategische Ausrichtung fest

Der Geneva AI Summit 2027 wird am 21. und 22. Juni 2027 in Genf unter dem Leitmotiv «Bridging Innovation and Trust» stattfinden. Im Zentrum stehen zwei strategische Stossrichtungen: die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) als Treiber für Innovation, Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt sowie die Voraussetzungen für eine vertrauenswürdige und verantwortungsvolle Entwicklung und Anwendung von KI. Der Gipfel bietet dem Wissens- und Innovationsstandort Schweiz insbesondere die Möglichkeit, die internationale Debatte über künstliche Intelligenz aktiv mitzugestalten.

Bilaterale Schweiz-EU Bundesrat empfiehlt «Kompass-Initiative» zur Ablehnung

Der Bundesrat empfiehlt dem Parlament, die Volksinitiative «Für eine direktdemokratische und wettbewerbsfähige Schweiz – keine EU-Passivmitgliedschaft (Kompass-Initiative)» ohne direkten Gegenentwurf und ohne indirekten Gegenvorschlag abzulehnen. Er hat die entsprechende Botschaft an das Parlament verabschiedet. Die «Kompass-Initiative» sieht vor, dass Staatsverträge, welche die Übernahme von wichtigen rechtsetzenden Bestimmungen vorsehen, von Volk und Ständen gutgeheissen werden müssen.