Neueste News

Medikamentenforschung Nicht-kommerzielle Forschung erleichtern

Der Ständerat nahm als Zweitrat einstimmig eine Motion an, die tiefere Hürden für die nicht-kommerzielle Forschung an Medikamenten verlangt. Insbesondere die Gebühren bei der Heilmittelbehörde Swissmedic sollen für Projekte von jungen Forschenden angepasst werden. Der Bundesrat wird einen Vorschlag ausarbeiten zur Anpassung des entsprechenden Gesetzes.

GUMG Neue Regeln für Gentests

Das im Jahr 2018 revidierte Gesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMG) tritt zusammen mit den angepassten Ausführungsbestimmungen am 1. Dezember 2022 in Kraft. Das Gesetz umfasst neu nahezu alle genetischen Tests, auch jene ausserhalb des medizinischen Bereichs, die oftmals kommerziell angeboten werden. 

Internationale Zusammenarbeit Ständerat will sechs ERIC beitreten

Der Ständerat hiess den Beitritt der Schweiz zu sechs europäischen Forschungsinfrastrukturnetzwerken, genannt «European Research Infrastructure Consortium» (ERIC) einstimmig gut. Er stimmte zudem für die Änderung des Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und Innovation (FIFG), damit in Zukunft der Bundesrat über den Beitritt zu den ERIC entscheiden kann. Das Geschäft geht nun an den Nationalrat. 

BSLB Kein stärkeres Engagement des Bundes

Im Gegensatz zum Nationalrat lehnte der Ständerat eine Motion zur Stärkung der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) auf nationaler Ebene ab. Die Motion der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) forderte insbesondere ein finanzielles Engagement des Bundes für die Fortsetzung des Projekts «viamia» für die kostenlose Standortbestimmung für Personen ab vierzig Jahren. Das Anliegen ist somit erledigt. 

Pflegepersonal Ausbildungsoffensive soll bald starten

Der Ständerat hiess die Botschaft des Bundesrates zur Umsetzung einer Ausbildungsoffensive im Pflegebereich einstimmig gut. Dieser erste Teil der vom Stimmvolk angenommenen Pflegeinitiative soll rasch umgesetzt werden. Als Nächstes kommt die Vorlage in den Nationalrat. 

Akademischer Nachwuchs SWR veröffentlicht Studie

Der Schweizerische Wissenschaftsrat SWR veröffentlichte eine Studie über die Arbeitsbedingungen und Karriereaussichten des wissenschaftlichen Nachwuchses. Der SWR will die Postdoc-Population in der Schweiz statistisch besser erfassen. Im Bericht präsentiert er Lösungsvorschläge, wie junge Forschende besser auf Arbeitsstellen ausserhalb der akademischen Welt vorbereitet und Karrierewege gestärkt werden können.

Digitalisierung Nationalrat heisst Anschubfinanzierung gut

Der Nationalrat stimmte mit 87 zu 72 Stimmen bei 25 Enthaltungen für eine Motion zur Anschubfinanzierung von digitalen Leuchtturmprojekten von öffentlichem Interesse. Die grosse Kammer hiess dieses Anliegen als Zweitrat gut. Der Bundesrat wird sodann einen Gesetzesentwurf ausarbeiten. 

Marcel Benoist Stiftung Didier Queloz wird Präsident

Der Bundesrat wählte Didier Queloz zum Präsidenten der Marcel Benoist Stiftung. Der Physiknobelpreisträger tritt sein Amt auf den 1. Januar 2023 an. Aufgrund einer Statutenänderung liegt das Präsidium nicht mehr beim Vorsteher des Eidgenössischen Departementes für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF). Die 1920 gegründete Stiftung verleiht jährlich den mit 250'000 Franken dotierten Schweizer Wissenschaftspreis Marcel Benoist. 

Voranschlag 2023 WBK-N zeigt sich besorgt

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) zeigt sich mit Blick auf den Voranschlag 2023 in einem Mitbericht zuhanden der nationalrätlichen Finanzkommission besorgt. Sie fürchtet, dass der darin budgetierte Pflichtbeitrag (390 Mio. Franken) für eine Assoziierung am EU-Programm «Horizon Europe» im Falle einer Nichtassoziierung in die Bundeskasse zurückfliessen würde. Sie will sicherstellen, dass diese Finanzmittel vollumfänglich dem Bereich Forschung und Innovation zukommen.

Internationale Zusammenarbeit Verstärkte Zusammenarbeit mit Israel

Die Schweiz und Israel respektive der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) und die Israelische Wissenschaftsstiftung unterzeichneten ein Memorandum of Understanding. Damit wollen sie die Zusammenarbeit zwischen den Forschenden der beiden Länder stärken. Gleichzeitig wurde über den Ausbau der bilateralen Kooperation im Bereich der Innovation diskutiert. 

Wissenschaft und Politik Analyse des SWR publiziert

Der Schweizerische Wissenschaftsrat (SWR) analysierte, wie sich die Schweiz für künftige Krisen rüsten kann. Er holte Fachwissen von Forschenden, Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, der Politik und der Verwaltung ein und hielt schliesslich seine Empfehlungen fest. Diese richtet der SWR an die Gesellschaft, die Politik und die Wissenschaft. 

Akademischer Nachwuchs SNF-Umfrage zu Arbeitsbedingungen

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) veröffentlichte die Resultate einer im Februar 2022 bei Nachwuchsforschenden durchgeführten Umfrage. Fast 4’000 Personen gaben Auskunft über ihre Arbeitsbedingungen. Im Allgemeinen sind vier von fünf Befragten damit sowie mit ihrem sozialen Umfeld ziemlich oder sehr zufrieden. Unzufriedenheit wird unter anderem hinsichtlich Arbeitsplatzsicherheit oder Überstunden konstatiert. 

Horizon Europe Forschungsstandort Schweiz stabilisieren

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) will einen bis 2027 befristeten Fonds schaffen zur Finanzierung der internationalen Forschungszusammenarbeit und Förderung der wissenschaftlichen Exzellenz der Schweizer Forschung. Mit 10 zu 1 Stimme bei 1 Enthaltung will sie die Bundesverwaltung beauftragen, einen entsprechenden Gesetzesentwurf auszuarbeiten. Die Vollassoziierung am gesamten Horizon-Paket 2021-2027 bleibt für die WBK-S nach wie vor oberstes Ziel. 

Kulturgüter Pro Plattform für Provenienzforschung

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) beantragt einstimmig, eine Motion zur Schaffung einer Plattform für Provenienzforschung von Kulturgütern anzunehmen. Der Nationalrat hatte die Motion der nationalrätlichen WBK in der Sondersession im Mai angenommen; als Nächstes wird sich der Ständerat damit befassen. 

BSLB Kontroverse um Beratungsangebot

Die ständerätliche Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-S) empfiehlt ihrem Rat mit 6 zu 4 Stimmen bei 3 Enthaltungen, die Motion ihrer Schwesterkommission zur Stärkung der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) auf nationaler Ebene abzulehnen. Sie will auf die bereits laufende Strategie setzen. Die in der Sommersession im Nationalrat angenommene Motion fordert, die Mittel zur Weiterführung des Projekts «viamia» in der nächsten BFI-Botschaft einzusetzen. 

Shanghai-Ranking 2022 Vier Schweizer Unis in den Top 100

Im Shanghai-Ranking 2022 sind neun Schweizer Hochschulen klassiert. Die ETH Zürich belegt den 20. Rang. Unter den Top 100 befinden sich zudem die Universitäten Zürich (59), Genf (62) und Basel (83), welche gegenüber dem Vorjahr als einzige Schweizer Institution Plätze gut gemacht hat. Die ETH Lausanne sowie die Universitäten Bern und Lausanne klassieren sich in den Rängen 101-150; die Universitäten der italienischen Schweiz und Freiburg sind in der Spanne 501-600 platziert.

Erasmus+ Vier Schweizer Beteiligungen

Schweizer Hochschulen können erstmals im Rahmen der Initiative «Europäische Hochschulen» von Erasmus+ mitwirken. Vier Projekte mit Schweizer Beteiligung (der Universitäten Zürich, Lausanne, Genf und Basel) waren in der Ausschreibung 2022 erfolgreich. Innerhalb dieser Hochschulallianzen können die Schweizer Universitäten ihre Beziehungen mit europäischen Partnerinstitutionen in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation stärken und aufbauen. 

Horizon Europe Kommission fordert Transparenz

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) reichte mit 17 zu 7 Stimmen eine Motion ein, mit welcher die Transparenz bezüglich der verwendeten und nicht verwendeten Mittel des Horizon-Europe-Kredits gewährleistet werden soll. Ein fortlaufend zu aktualisierendes Dashboard soll der aufgrund der Schweizer Nicht-Assoziierung am EU-Programm veränderten Finanzierungslogik Rechnung tragen.