Neueste News

Bilaterale Schweiz-EU APK-S stimmt dem Stabilisierungsteil der Bilateralen III zu

Die Aussenpolitische Kommission des Ständerates (APK-S) hat die Beratung des Vertragspakets Schweiz-EU («Bilaterale III») abgeschlossen. In der Gesamtabstimmung hat sie den Bundesbeschluss über die Genehmigung und die Umsetzung der Abkommen über die Stabilisierung der Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU mit 9 zu 3 Stimmen bei einer Enthaltung angenommen. Somit kann der Ständerat den Stabilisierungsteil des Pakets in der Herbstsession beraten. Dies betrifft auch die neuen Abkommen zur Weiterentwicklung der Beziehungen in den Bereichen Lebensmittelsicherheit und Gesundheit. Das Stromabkommen wird voraussichtlich in der Wintersession in der kleinen Kammer beraten.

Standortpolitik WBK-N will Rahmenbedingungen für klinische Forschung verbessern

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) hat drei Motionen ihrer ständerätlichen Schwesterkommission (WBK-S) zu den Rahmenbedingungen für die klinische Forschung in der Schweiz beraten. Die Mehrheit der WBK-N empfiehlt, eine Motion zur Schaffung von Anreizen für die Durchführung von klinischen Studien sowie einen Gebührenerlass für nicht kommerzielle klinische Studien gemäss Änderungsantrag zum Unterlagenschutz anzunehmen. Ausserdem hat die WBK-N eine Motion zur Verbesserung der Rekrutierung von Patientinnen und Patienten für klinische Studien einstimmig unterstützt. Eine dritte Motion für ein einheitliches Einreicheportal für Humanforschungsprojekte lehnte die Mehrheit der Kommission ab, da ein solches aus ihrer Sicht Mehrkosten verursachen könnte.

Tierversuche WBK-N verabschiedet Gesetzesentwurf zur Förderung der 3R-Forschung

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) hat ihren Gesetzesentwurf zur Förderung von Alternativen zu Tierversuchen (die sogenannte 3R-Forschung: «Replace, Reduce, Refine») mit 17 zu 7 Stimmen angenommen. Gegenüber dem Vernehmlassungsentwurf hat die WBK-N Änderungen betreffend die Definition der 3R, die Entscheiddauer bei Gesuchen zur Durchführung von Tierversuchen, den Zeitpunkt der Veröffentlichung der nichttechnischen Projektzusammenfassungen und den Verzicht auf Fachsekretariate vorgenommen. Der Nationalrat wird den Gesetzesentwurf voraussichtlich in der Wintersession 2026 beraten.

Tierversuche WBK-N lehnt Initiative zum Verbot von Tierversuchen ab

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) empfiehlt die Volksinitiative «Ja zur tierversuchsfreien Zukunft» mit 21 zu 3 Stimmen zur Ablehnung. Diese fordert ein umfassendes Verbot von Tierversuchen in der Schweiz sowie ein Verbot von Zucht, Haltung und Handel mit Tieren zu diesem Zweck. Laut der Kommission gehe ein solches Verbot zu weit und würde die Schweiz in der Forschung isolieren.

Fachkräftemangel Bericht zu den Ursachen des Lehrpersonenmangels vorgelegt

Der Bundesrat hat den Bericht «Datenerhebung und Evaluationen im Kontext des Lehrpersonenmangels» gutgeheissen. Damit erfüllt er zwei Postulate der Kommission für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Nationalrates (WBK-N). Mit den beiden Vorstössen wurde der Bundesrat beauftragt, die Ursachen des Lehrpersonenmangels sowie die Gründe für den Berufsverbleib beziehungsweise den Berufsausstieg von Lehrpersonen zu analysieren.

Pflegepersonal SGK-S tritt auf Gesetzesentwürfe zur weiteren Umsetzung der Pflegeinitiative ein

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S) ist einstimmig auf zwei Gesetzesentwürfe des Bundesrates eingetreten, mit denen die zweite Etappe der Pflegeinitiative umgesetzt werden soll. Der erste Entwurf betrifft das neue Bundesgesetz über die Arbeitsbedingungen in der Pflege (BGAP) und der zweite Entwurf eine Änderung des Gesundheitsberufegesetzes (GesBG). Mit den beiden Vorlagen will der Bundesrat die Attraktivität der Pflegeberufe steigern, die Berufsausstiege reduzieren und somit dem Fachkräftemangel im Pflegebereich entgegenwirken. Die SGK-S wird die Detailberatung im nächsten Quartal aufnehmen.

Akademischer Nachwuchs Steigende Erwerbslosigkeit bei Hochschulabsolventen

Zwischen 2023 und 2025 nahm die Erwerbslosenquote der Absolventinnen und Absolventen universitärer Hochschulen (UH) und Fachhochschulen (FH) ein Jahr nach ihrem Abschluss zu. Dies folgt aus der Hochschulabsolventenbefragung des Bundesamtes für Statistik (BFS). Bei den Personen mit einem UH-Master erhöhte sie sich von 3,9% auf 6,4%, bei jenen mit einem FH-Bachelor von 3,4% auf 4,9%. Bei den Absolventinnen und Absolventen der pädagogischen Hochschulen (PH) blieb die Erwerbslosenquote mit 0,7% auf tiefem Niveau.

Voranschlag 2027 mit IAFP 2028-2030 Bundesrat verabschiedet Botschaft zum Voranschlag 2027

Der Bundesrat hat die Botschaft zum Voranschlag 2027 mit integriertem Aufgaben- und Finanzplan (IAFP) 2028–2030 verabschiedet. Er budgetiert für 2027 ein Finanzierungsdefizit von 105 Millionen Franken. Die Ausgaben für Bildung und Forschung nehmen gegenüber dem Vorjahr um rund 80 Millionen Franken zu, was einer Steigerung von 0,9 Prozent entspricht. Insgesamt will der Bundesrat im Jahr 2027 9,08 Milliarden Franken in den Bereich Bildung und Forschung investieren.

Bundeshaushalt Erste Hochrechnung 2026 mit Finanzierungsüberschuss

Der Bund rechnet für das laufende Jahr mit einem Finanzierungsüberschuss von knapp 800 Millionen Franken. Dies gemäss der ersten Hochrechnung für den Bundeshaushalt 2026. Ursprünglich war ein Defizit von gut 700 Millionen Franken budgetiert. Gemäss der Eidgenössischen Finanzverwaltung EFV erklärt sich die Verbesserung gegenüber dem Voranschlag 2026 insbesondere mit deutlich höheren Gewinnsteuereinnahmen.

Bilaterale Schweiz-EU WBK-S will Gleichbehandlung bei Studiengebühren ausweiten

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) hat ihre Vorberatung des Pakets Schweiz–EU («Bilaterale III») abgeschlossen. Sie nahm insbesondere eine Ergänzung bei den Bestimmungen zu den Studiengebühren vor. Bereits im Juni hatte die WBK-S das Verhandlungsergebnis mit der EU befürwortet, wonach Studierende aus EU-Staaten bei den Studiengebühren den Schweizer Studierenden gleichgestellt werden. Die Kommission möchte diese Gleichbehandlung auch auf Studierende aus EFTA-Staaten ausweiten. Mit 4 zu 2 Stimmen bei 6 Enthaltungen beschloss sie, das ETH-Gesetz entsprechend zu ergänzen. Der Ständerat wird sich in der Herbstsession 2026 mit den Bilateralen III befassen.

Shanghai-Ranking 2026 Erneut fünf Schweizer Universitäten in den Top 100

Im diesjährigen Shanghai-Ranking klassieren sich acht Schweizer Universitäten in den Top 700. Die bestrangierte Schweizer Hochschule bleibt die ETH Zürich auf Platz 19 (bisher 22). In den Top 100 folgen die ETH Lausanne (43, bisher 44) sowie die Universitäten Genf (55, bisher 58), Zürich (65, bisher 64) und Basel (91, bisher 94). Die Universität Lausanne fällt von den Top 101-150 in die Top 151-200 zurück und ist damit gleich klassiert wie die Universität Bern, die ihren Rang verteidigt. Die Universität der italienischen Schweiz liegt auch in diesem Jahr in den Top 601-700 und die Universität Freiburg fällt in die Top 901-1000 zurück.

Raumfahrt WBK-N empfiehlt Raumfahrtgesetz mit Änderungen zur Annahme

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) hat das Bundesgesetz über die Raumfahrt beraten und beantragt ihrem Rat einstimmig die Annahme des Gesetzesentwurfs mit verschiedenen Anpassungen. So soll der Zweck des Gesetzes auch für Forschungsorgane gelten und Massnahmen zur Cybersicherheit und Resilienz sollen als bundesrätliche Kompetenz erwähnt werden. Der Nationalrat wird sich in der Herbstsession 2026 mit der Vorlage befassen.

Berufsmaturität Schweiz ratifiziert Abkommen mit Liechtenstein

Der Bundesrat hat ein Abkommen mit Liechtenstein ratifiziert, das die gegenseitige Anerkennung von Berufsmaturitätszeugnissen ermöglicht. In Liechtenstein gibt es seit mehreren Jahren eine eigene Berufsmaturität in verschiedenen Fachrichtungen, die sich weitgehend an den Schweizer Rahmenlehrplänen orientiert. Da für ein eidgenössisches Berufsmaturitätszeugnis Kenntnisse in zwei Landessprachen erforderlich sind, erfolgt die Anerkennung liechtensteinischer Zeugnisse in der Schweiz nur bei Vorlage eines zusätzlichen Nachweises über Kenntnisse in einer zweiten Landessprache.

Geneva AI Summit 2027 Bundesrat legt strategische Ausrichtung fest

Der Geneva AI Summit 2027 wird am 21. und 22. Juni 2027 in Genf unter dem Leitmotiv «Bridging Innovation and Trust» stattfinden. Im Zentrum stehen zwei strategische Stossrichtungen: die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) als Treiber für Innovation, Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt sowie die Voraussetzungen für eine vertrauenswürdige und verantwortungsvolle Entwicklung und Anwendung von KI. Der Gipfel bietet dem Wissens- und Innovationsstandort Schweiz insbesondere die Möglichkeit, die internationale Debatte über künstliche Intelligenz aktiv mitzugestalten.

Bilaterale Schweiz-EU Bundesrat empfiehlt «Kompass-Initiative» zur Ablehnung

Der Bundesrat empfiehlt dem Parlament, die Volksinitiative «Für eine direktdemokratische und wettbewerbsfähige Schweiz – keine EU-Passivmitgliedschaft (Kompass-Initiative)» ohne direkten Gegenentwurf und ohne indirekten Gegenvorschlag abzulehnen. Er hat die entsprechende Botschaft an das Parlament verabschiedet. Die «Kompass-Initiative» sieht vor, dass Staatsverträge, welche die Übernahme von wichtigen rechtsetzenden Bestimmungen vorsehen, von Volk und Ständen gutgeheissen werden müssen.

Internationale Beziehungen Martina Hirayama nimmt an EU-Ministertreffen teil

Martina Hirayama, Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, hat am informellen Treffen der EU-Forschungsministerinnen und -minister in Dublin teilgenommen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Forschung und Innovation. Diskutiert wurden der Aufbau eines europäischen Wissens-, Forschungs- und Innovationsmarkts sowie die erfolgreiche Überführung wissenschaftlicher Exzellenz in marktfähige Produkte, Dienstleistungen und wettbewerbsfähige Unternehmen. Am Rande des Treffens führte Staatssekretärin Hirayama bilaterale Gespräche mit mehreren europäischen Partnern. 

Schweizerschulen WBK-S eröffnet Vernehmlassung zum Schweizerschulengesetz

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) hat die Vernehmlassung zu ihrem Vorentwurf für eine Änderung des Schweizerschulengesetzes eröffnet. Gemäss Entwurf sollen Schweizer Lehr- und Schulleitungspersonen künftig zentral in der Schweiz angestellt und an anerkannte Schweizerschulen im Ausland entsandt werden können. Laut der WBK-S soll die Gesetzesänderung die Anstellungsbedingungen der Schweizer Lehrkräfte verbessern, ihre Rekrutierung erleichtern und die Mobilität fördern. Die Vernehmlassung läuft bis zum 1. November 2026. 

Ärztinnen- und Ärztemangel swissuniversities veröffentlicht Grundlagenbericht zum Medizinstudium

swissuniversities hat einen Grundlagenbericht zum Medizinstudium veröffentlicht. Die Universitätsleitungen empfehlen darin ein neues Sonderprogramm zur weiteren Erhöhung der Ausbildungskapazitäten. Zudem fordern sie eine Weiterentwicklung und Harmonisierung der Zulassungsverfahren. Verfasst wurde der Bericht im Rahmen der Umsetzung von parlamentarischen Vorstössen zur Sicherung der medizinischen Versorgung in der Schweiz. 

Bilaterale Schweiz-EU WBK-S befürwortet Gleichbehandlung von Studierenden aus EU-Staaten

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) hat sich im Rahmen der Beratung des Vertragspakets Schweiz-EU («Bilaterale III») mit dem Grundsatz der Gleichberechtigung für Studierende aus der EU an Schweizer Hochschulen befasst. Mit 9 zu 4 Stimmen will die WBK-S die Studiengebühren für Studierende aus Drittstaaten im ETH-Bereich auf mindestens das Dreifache der Gebühren für Schweizer Studierende sowie für Studierende aus der EU festlegen. Zudem empfiehlt die WBK-S mit 11 zu 1 Stimmen bei einer Enthaltung, im ETH-Gesetz die Zulassungsbeschränkungen für Studierende mit ausländischen Vorbildungen um Qualitäts- und Finanzierungsgründe zu erweitern. Im Weiteren befürwortet eine Mehrheit der WBK-S die vollständige Übernahme der Mindereinnahmen bei den kantonalen Hochschulen, die durch die Gleichbehandlung von Studierenden aus der EU entstehen. Eine Minderheit möchte auf die vom Bundesrat vorgesehenen Gesetzesänderungen verzichten. 

Zugang zu pädagogischen Hochschulen WBK-S beantragt Fristverlängerung für Standesinitiative des Kantons St. Gallen

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) beantragt ihrem Rat einstimmig eine Fristverlängerung für die Standesinitiative des Kantons St. Gallen «Mit der Berufsmatura prüfungsfrei an die pädagogischen Hochschulen. Eine Antwort auf den Lehrpersonenmangel». Die WBK-S möchte die Ergebnisse noch laufender Studien abwarten, bevor sie über die Standesinitiative entscheidet. Im Rahmen der Beratung hat die WBK-S Vertreterinnen und Vertreter der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) sowie der Kammer Pädagogische Hochschulen von swissuniversities angehört.  

Quantentechnologie WBK-S führt Anhörungen zur Strategie zur Quantentechnologie durch

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) organisierte Anhörungen anlässlich der Publikation der Strategie zur Quantentechnologie der Schweiz. Die Teilnehmenden aus dem Bereich der Hochschulen und der von den Akademien der Wissenschaften Schweiz durchgeführten «Swiss Quantum Initiative» präsentierten die gegenwärtige Sachlage sowie die im Kontext der Initiative vorgeschlagenen Massnahmen. Im Rahmen des Austauschs wurden unter anderen die Relevanz der Technologie für den Standort Schweiz und die internationale Dimension thematisiert.  

Internationale Zusammenarbeit Erklärung zum Wiederaufbau des Forschungs- und Innovationssystems der Ukraine unterzeichnet

Jacques Gerber, der Delegierte des Bundesrates für die Ukraine, hat die gemeinsame Erklärung der internationalen Koalition für Wissenschaft, Forschung und Innovation in der Ukraine unterzeichnet. Die Erklärung setzt ein Zeichen für die internationale Solidarität beim Wiederaufbau des ukrainischen Forschungs- und Innovationssystems. Die 2025 ins Leben gerufene Koalition ist am Rande der diesjährigen «Ukraine Recovery Conference» (URC) in Danzig zum ersten Mal in hochrangigem Format zusammengetreten. Seitens der Schweiz gehören das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), die Akademien der Wissenschaften Schweiz und der Schweizerische Nationalfonds (SNF) der Koalition an. 

Bundeshaushalt Steigende Bundesaufwendungen für Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen des Bundes für Aktivitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung sind 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 644 Millionen Franken (+25%) gestiegen und umfassten insgesamt 3,2 Milliarden Franken. Dies geht aus der Auswertung von Administrativdaten des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Grund für den markanten Anstieg ist die Wiederassoziierung der Schweiz an das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation «Horizon Europe».  

Höhere Berufsbildung Änderung des Berufsbildungsgesetzes tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft

Der Bundesrat wird die Änderung des Berufsbildungsgesetzes (BBG) sowie die entsprechenden Anpassungen der Berufsbildungsverordnung (BBV) auf den 1. Oktober 2026 in Kraft setzen. Damit werden die neuen Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master» eingeführt, die Bezeichnung «Höhere Fachschule» geschützt, Englisch als zusätzliche Prüfungssprache ermöglicht und die Nachdiplomstudiengänge an höheren Fachschulen flexibilisiert. 

Voranschlag 2027 Bundesrat verzichtet auf zusätzliche Sparmassnahmen

Der Bundesrat hat die Eckwerte zum Voranschlag 2027 und zum Finanzplan 2028–2030 verabschiedet und verzichtet dabei auf zusätzliche Sparmassnahmen inn schwach gebundenen Ausgabenbereichen. Grund dafür ist eine verbesserte Finanzlage aufgrund höherer Einnahmenerwartungen und den Auswirkungen des im Frühling vom Parlament verabschiedeten Entlastungspakets für die Jahre 2027 bis 2029. Der Bundesrat sieht im kommenden Finanzjahr im Bereich Bildung und Forschung ein Ausgabenwachstum um rund 1 Prozent vor. Der Voranschlag 2027 erfüllt die Vorgaben der Schuldenbremse und weist einen strukturellen Überschuss von rund 180 Millionen Franken aus. Der Bundesrat wird die dazugehörige Botschaft zuhanden des Parlaments im August 2026 verabschieden. 

ETH-Bereich Günther Dissertori wird neuer Präsident der ETH Zürich

Der Bundesrat hat auf Antrag des ETH-Rats Günther Dissertori zum neuen Präsidenten der ETH Zürich gewählt. Günther Dissertori ist Professor für Teilchenphysik und seit 2022 Rektor der ETH Zürich sowie Stellvertreter des amtierenden Präsidenten Joël Mesot. In dieser Funktion ist er verantwortlich für die Lehre sowie die Weiterbildungsangebote und hat die strategische Weiterentwicklung der akademischen Ausbildung an der ETH Zürich massgeblich geprägt. Er wird seine vierjährige Amtszeit am 1. Januar 2027 antreten.

Horizon Europe 32 Forschungsprojekte erhalten Fördergelder

Der European Research Council (ERC) hat Fördergelder aus dem Programm der EU für Forschung und Innovation «Horizon Europe» an 32 Forschungsprojekte mit Schweizer Beteiligung vergeben. Von den sogenannten «ERC Advanced Grants» profitieren zwölf Forschende der ETH Zürich, neun Forschende der ETH Lausanne (EPFL), vier Forschende der Universität Genf, zwei Forschende der Universität Lausanne sowie je ein Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin der Universität Zürich, der Universität Freiburg, der IBM Research-Zurich, des Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research und der Fondazione per l'Istituto di Ricerca in Biomedicina. Insgesamt liegt die Schweiz damit nach dem Vereinigten Königreich und Deutschland auf dem dritten Platz bei den vergebenen Fördergeldern. 

Movetia Bundesrat und Stiftungsrat stärken Gouvernanz

Der Bundesrat hat die Verordnung über die internationale Zusammenarbeit und Mobilität (VIZMB) revidiert. Gleichzeitig hat der Stiftungsrat der nationalen Agentur für die Förderung von Austausch und Mobilität im Bildungsbereich («Movetia») die Statuten der Stiftung totalrevidiert. Mit diesen beiden Massnahmen soll die Gouvernanz von Movetia gestärkt werden. Dies nicht zuletzt auch im Hinblick auf die geplante Assoziierung der Schweiz an das EU-Bildungsprogramm «Erasmus+».

QS-Ranking 2027 ETH Zürich bleibt bestklassierte Hochschule Kontinentaleuropas

Im QS World University Ranking 2027 verteidigt die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ) ihren Platz als beste Universität Kontinentaleuropas, fällt im Vergleich zum letzten Jahr jedoch von Rang 7 auf Rang 8. Die ETH Lausanne (EPFL) bleibt wie bisher auf Rang 22. Die Universitäten Zürich (98, bisher 100) und Basel (150, bisher 158) sowie die Universität der italienischen Schweiz (456, bisher 473) sind im Ranking besser klassiert. Die Universitäten Genf (168, bisher 155), Bern (191, bisher 184), Lausanne (233, bisher 212) und Freiburg (670, bisher 642) büssen hingegen Plätze ein. 

Internationale Zusammenarbeit Staatssekretärin Hirayama auf Wissenschaftsmission in Kanada

Die Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, Martina Hirayama, ist in Begleitung einer hochrangigen Schweizer Wissenschaftsdelegation nach Kanada gereist. Vor Ort nahm sie am Science Diplomacy Summit teil, welcher von drei kanadischen Universitäten in Zusammenarbeit mit dem Geneva Science and Diplomacy Anticipator (GESDA) organisiert wird. Bei den Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern des kanadischen Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und wirtschaftliche Entwicklung standen Schlüsselbereiche wie Quantentechnologien, künstliche Intelligenz, Biowissenschaften und Polarforschung im Fokus. 

Agroscope Agroscope reduziert Forschungsportfolio

Aufgrund verschiedener von Bundesrat und Parlament beschlossenen Sparmassnahmen reduziert Agroscope sein Forschungsportfolio und baut 58 Vollzeitstellen ab. Im Vergleich zu 2023 wird das ordentliche Jahresbudget bis Ende 2029 um rund 10 Millionen Franken schrittweise reduziert. Agroscope gibt seine Forschung in den Bereichen gesunde Ernährung und neue Lebensmittelprodukte, alternative Nischenkulturen, Gewürz- und Medizinalpflanzen sowie Vertical Farming auf.